Eltern müssen besser vor Sonnenbrand schützen

Sonnenschutz Sonnenbrand Hautkrebs

Sonnenbrand ist die Hauptursache für Hautkrebs. Obwohl das längst bekannt und der Schutz einfach ist, schützen viele Eltern ihre Kinder zu wenig davor. Die Folge: Die Zahl der Hautkrebsfälle steigt weiter an. (Foto: Jörg Brinckheger/pixelio.de)

Sonnenbrände im Kindesalter gehören zu den Hauptursachen von Hautkrebs. Doch obwohl Sonnenbrände leicht vermeidbar sind, steigt die Zahl der Hautkrebsfälle seit Jahren an. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in seinem neuen Jahresbericht hin. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks warnt deshalb davor, den Sonnenschutz von Kindern zu vernachlässigen. „Hautkrebs-Vorsorge fängt im Kindesalter an“, sagte Hendricks anlässlich der Vorstellung des BfS-Berichts. „Eltern tragen dafür eine besondere Verantwortung. Gerade in der Urlaubszeit sollten sie penibel auf den Sonnenschutz ihrer Kinder achten. Dass die Haut am Ende eines Sonnentags am Meer oder am Badesee schmerzhaft rot ist, ist schnell passiert – und damit kann schon der erste Grundstein für späteren Hautkrebs gelegt sein.“

Wider besseres Wissen

Schwerpunkt des BfS-Jahresberichts ist der Weg von der Wissenschaft zum vorbeugenden Gesundheits- und Verbraucherschutz. „Die Frage, wie sich die wissenschaftlich-technische Expertise des BfS in einen konkreten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger umsetzen lässt, hat seit der Gründung des BfS immer stärkeres Gewicht bekommen“, sagte BfS-Präsident Wolfram König. „Der UV-Schutz ist hierfür ein gutes Beispiel. Das Wissen, dass die UV-Strahlung der Sonne Hautkrebs verursacht, ist mittlerweile Allgemeingut. Doch daraus folgt nicht automatisch auch das entsprechende Handeln. Dabei ist UV-Schutz für Kinder ein absolutes Muss: Sie brauchen Sonnenschutz lange bevor sie selbst darüber entscheiden können. Das Bundesamt für Strahlenschutz weist deswegen bereits seit Jahren auf die Gesundheitsrisiken von UV-Strahlung hin und vermittelt praktische Möglichkeiten des Sonnenschutzes.“

Angebote für Kindergärten und Schulen

Besondere Angebote macht das Amt denjenigen, die wesentlich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne beitragen können: Schulen und Kindergärten. Speziell für sie hat das BfS Unterrichtsmaterialen zu UV-Strahlung, -Wirkung und -Schutz entwickelt – die natürlich auch von Eltern und Großeltern kostenfrei genutzt werden können. In Fortbildungen des BfS können Lehrer/innen und Erzieher/innen weiteres Wissen erwerben. Auch mit ihrem Infomobil macht die Behörde auf Schulen und Kindergärten zugeschnittene Angebote. UV-Wissen für Kinder gibt es im Internetangebot des Amtes.

Sonne – aber sicher

„Das Bundesumweltministerium unterstützt den Einsatz des BfS für mehr UV-Schutz. Das BfS stellt sich der Herausforderung, den wissenschaftlich-behördlichen Fachjargon hinter sich zu lassen und beim Sonnenschutz eine allgemein verständliche Sprache zu sprechen“, so Ministerin Hendricks. „Sonne – aber sicher!“ lautet entsprechend das Motto, unter dem alle Aktivitäten des BfS für den UV-Schutz gebündelt sind.
Der Jahresbericht des BfS ist im Internet unter www.bfs.de/de/bfs/publikationen/berichte/jb/jb_2013.htmlabrufbar.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums mit dem Bundesamt für Strahlenschutz

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