ROBIN WOOD unterstützt morgen Aktion gegen Atomfirmen

AtomalarmROBIN WOOD-AktivistInnen werden sich am morgigen Samstag an den Protesten gegen die Atommüll-Anlagen im Braunschweiger Stadtteil Thune beteiligen. Dann sollen die Atommüllfirmen Eckert & Ziegler, GE Healthcare und Buchler von einer Menschenkette umzingelt werden. Zu der Aktion hat die Bürgerinitiative Strahlenschutz aus Braunschweig (BISS) aufgerufen.
ROBIN WOOD-AktivistInnen werden morgen Nachmittag mit Paddelbooten auf dem am Firmengelände vorbeiführenden Mittellandkanal für den sofortigen Atomausstieg demonstrieren und auf diese Weise die Menschenkette unterstützen. Andere beteiligen sich an den von ROBIN WOOD organisierten Radtouren aus Wolfsburg zur Menschenkette.
In Braunschweig lagern und bearbeiten die Atommüllfirmen Eckert & Ziegler, GE Healthcare und Buchler strahlenden Atommüll – ganz in der Nähe von Wohnhäusern, Schulen und einem Kindergarten. Jetzt wollen die Unternehmen ihr Gelände an der Harxbütteler Straße im Ortsteil Thune auch noch erweitern. ROBIN WOOD fordert Rat und Verwaltung der Stadt Braunschweig auf, konsequent alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die Erweiterung zu stoppen und die Arbeit von Atomfirmen in diesem Wohngebiet zu unterbinden.
Bereits seit Jahren werden am Zaun des Firmengeländes hohe Strahlenemissonen gemessen. Die Strahlenbelastung ist dort höher als etwa am Zwischenlager Gorleben. Die Freisetzung von Strahlung durch Atomanlagen schadet Menschen und Umwelt.
„Der Betrieb von Atomanlagen ist unverantwortlich, erst recht in einem Wohngebiet“, sagt ROBIN WOOD-Aktivistin Christina Albrecht. „Wir befürchten, dass Braunschweig das Drehkreuz für große Mengen an Atommüll wird, etwa aus der Asse oder für den Schacht Konrad. Die Stadt Braunschweig muss ihre BürgerInnen vor atomaren Gefahren schützen. Der Bebauungsplan muss geändert und die Arbeit von Atomfirmen in diesem Wohngebiet gestoppt werden.“
Auch gegen eine weitere Atomfabrik – die Konditionierungsanlage für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll in Duisburg – wird morgen demonstriert.
Die Protestaktionen sollen die öffentliche Aufmerksamkeit darauf lenken, an wie vielen Stellen in der Bundesrepublik Atommüll lagert. „Das Atommüll-Problem ist ungelöst – hier in Braunschweig genauso wie anderswo“, sagt Albrecht. „Trotzdem weiteren Strahlenmüll zu produzieren, ist verantwortungslos. ROBIN WOOD fordert daher die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen.“
Eine aktuelle Bestandsaufnahme zum Atommüll haben Verbände und Bürgerinitiativen in dieser Woche vorgelegt. Die umfangreiche Studie gibt einen nach Bundesländern gegliederten Überblick über Lagerstandorte, das radioaktive Inventar und über Atomtransporte.

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Treffpunkt für die Paddelaktion zur Unterstützung der Menschenkette auf dem Kanal: Anlegestelle am Parkplatz beim Friedhof Wenden in Braunschweig-Thune am Samstag, den 14.9.13 um 15:00 Uhr

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Die Publikation „Atommüll – Eine Bestandsaufnahme für die Bundesrepublik Deutschland. Sorgenbericht der Atommüllkonferenz“ ist ab 20. September bei der AG Schacht Konrad erhältlich (Tel. 05341 / 900194). 272 Seiten, Kosten 15.-€ plus 2.50 € Versandgebühr. Stand August 2013. Hrsg: Atommüllkonferenz, c/o Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.. Verantwortlich: Ursula Schönberger. Redaktionen können sich für ein Rezensionsexemplar an die ROBIN WOOD-Pressestelle (presse@robinwood.de) wenden.

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Mehr Informationen:

Zur Aktion in Braunschweig-Thune: http://www.atomalarm2013.de/

Zur Atommüllproblematik: www.robinwood.de/atomenergie

Quelle: Pressemitteilung ROBIN WOOD

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