Schönheit kommt von innen

scn15778024Die Kosmetikindustrie erfindet stets neue Trends und Produkte – nach den BB- die CC-Cremes oder schwarze Kosmetik und Shampoos gegen Haarausfall. ÖKO-TEST schickt die Artikel nicht nur ins Labor, sondern fragt die Hersteller auch nach Belegen für all die wundersamen Aussagen, mit denen sie ihre neuen Produkte anpreisen: „Doping für die Haare“, „Deoschutz 48 Stunden“, „mildert sichtbar Falten“. Dann kommt meistens nichts. Und wenn doch, sind die „Studien“ unbrauchbar. In diesem ÖKO-TEST Ratgeber – Kosmetik finden Sie neben vielen Tests daher auch Rat und Beratung zu den für die Schönheit wirklich wichtigen Dingen: Gelassenheit, Lebensstil und innere Einstellung.

Tests (Auswahl):

  • Medizinische Hautcremes mit Hydrocortison: Wenn die Haut Alarm schlägt, versprechen Kortisoncremes aus der Apotheke Linderung. Der Wirkstoff hat sich bei allergischen Hautentzündungen bewährt, ist aber auch selbst nicht ohne Risiko. In sieben der elf getesteten Cremes stecken zudem bedenkliche Hilfsstoffe.
  • Selbstbräuner: Verbraucher erhoffen sich von Selbstbräunern einen gesunden Sommerteint. Ganz bestimmt jedoch erwarten sie keinen krebsverdächtigen Stoff. Doch viele der getesteten Cremes setzen Formaldehyd frei. Wer nicht auf die Bräune aus der Tube verzichten will, sollte die Creme deshalb kühl lagern.
  • Anti-Aging-Pflegelinien: „Die Zeit bleibt stehen.“ Mit großen Worten wie diesen werden Anti-Aging-Kosmetika angepriesen – auch in der Naturkosmetikbranche. ÖKO-TEST hat sich elf „grüne“ Produktlinien angeschaut. Die Inhaltsstoffe überzeugen, die Wirkversprechen nicht.
  • Zahncremes für weiße Zähne: Ein Lächeln wie ein Hollywoodstar – das wünschen sich viele. Mit den Belegen für den weißenden Effekt von Zahncremes für weiße Zähne sieht es jedoch dürftig aus. Zudem verhageln problematische Inhaltsstoffe in knapp der Hälfte der Produkte das Testergebnis.
  • Shampoos gegen Haarausfall: Nur teure Haarwäsche oder steckt was dahinter? Shampoos gegen Haarausfall suggerieren Abhilfe bei drohender Glatze. ÖKO-TEST wollte Nachweise sehen, doch die Hersteller schickten entweder keine vollständigen wissenschaftlichen Studien oder solche, die nicht überzeugten.
  • Alternative Haarfarben: Chemiekeule – nein, danke! Das gilt für viele inzwischen auch in puncto Haarfarben. Doch in manch vermeintlich guter Alternative stecken stark allergisierende oder sogar verbotene Stoffe. Immerhin: Einige echte Pflanzenhaarfarben schneiden in unserem großen Test glänzend ab.
  • Faszienrollen: Verspannungen lösen, Schmerzen lindern, die Leistung der Muskeln erhöhen – die Hersteller von Faszienrollen versprechen viel. Doch den Nutzen der Schaumstoffwalzen belegen allenfalls gute Erfahrungen, denn die Datenlage ist bescheiden.

Und außerdem:

  • Haarausfall: Dass uns jeden Tag etwa hundert Haare ausfallen, ist normal. Doch wenn sich der Schopf ungewöhnlich schnell lichtet, sollte ein Spezialist die Ursache abklären. Das Geld für angebliche Wundermittelchen können sich Betroffene jedenfalls sparen.
  • Naturparfüms: Teure Parfüms stehen für Glamour, Romantik oder Abenteuer. In den meisten Fällen sind es jedoch preiswerte Gebilde aus dem synthetischen Duftbaukasten. Wer Wert auf ein natürliches Parfüm legt, sollte sich beim Kauf nicht benebeln lassen, sondern auf Zutaten und Herkunft achten.
  • Die richtige Zahnpflege: Ob beim Flirten oder beim Bewerbungsgespräch – Lächeln gehört dazu. Schöne Zähne tragen viel zu einem positiven Anblick und einem guten ersten Eindruck bei. Obwohl wir das eigentlich wissen, schenken wir der Zahnpflege oft viel zu wenig Aufmerksamkeit und Zeit.

 

Der aktuelle ÖKO-TEST Ratgeber – Kosmetik ist ab dem 9. Juni 2016 im Handel zum Preis von 7,50 Euro erhältlich.

Quelle: Pressemitteilung Öko-Test

 

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