Sicherheitsmängel und Schadstoffe bei einigen Modellen

Fahrradanhänger

Klassenprimus: Der Chariot Chinnook. (Foto: ÖKO-TEST)

Fahrradanhänger sollen die Allerkleinsten im Straßenverkehr schützen. Stattdessen rasselten bei einem aktuellen Test des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST gleich drei Modelle wegen gravierender Mängel in der Sicherheitsprüfung durch. Dabei bietet ein Fahrradanhänger gegenüber einem Fahrradsitz zahlreiche Vorteile: ein stabileres Fahrverhalten, Stauraum für Gepäck. Dazu werden die kleinen Passagiere besser vor Wind und Wetter geschützt. Nicht zuletzt: Bei einem leichten Unfall fallen sie nicht tief und sind im Innenraum sicherer aufgehoben.
Doch das funktioniert nur, wenn der Anhänger wichtige Sicherheitseigenschaften aufweist. Das hat auch die Politik erkannt: Seit 2013 gilt europaweit eine Sicherheitsnorm. Die entsprechenden Kriterien sollten den Herstellern aber schon länger bekannt sein. Umso unverständlicher ist es, dass bei der ÖKO-TEST-Untersuchung drei Fahrradanhänger nicht alle Kriterien der Norm erfüllten und daher zum Risiko für die Kinder und ihre Eltern werden können.
So war etwa bei einem Modell der Seitenaufprallschutz nicht ausreichend. Bei einem anderen hatte der Kopf des Prüfdummys nach einer 180-Grad-Drehung des Anhängers Bodenkontakt. Schließlich läuft man mit dem dritten, von ÖKO-TEST kritisierten Anhänger Gefahr, an Hindernissen hängen zu bleiben. Lediglich ein einziges Modell bekam bei der Untersuchung das Testurteil „gut“. Alle anderen waren schlechter – unter anderem auch deshalb, weil sie eine Reihe von Schadstoffen enthielten.
Das ÖKO-TEST- Magazin März 2014 gibt es seit dem 28. Februar 2014 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

 

Quelle: Pressemitteilung ÖKO-TEST

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