New-Scientist: Beginn eines großen Klimaschocks in den Wäldern möglich

Elch Nordamerika

Die Elchpopulation in Nordamerika geht zurück. Experten fürchten darin eine Ankündigung für die Klimakatastrophe. (Foto: Jupiterimages / Photos.com)

Immer mehr Elche im Norden der USA sterben auf unerklärliche Weise. Das könnte laut einem NewScientist-Bericht ein Hinweis auf den Beginn eines großes Klimaschocks für die borealen Wälder der Welt sein. Das Elchsterben ist in Minnesota am schlimmsten. Umweltschützer befürchten, dass die Tiere in dieser Region innerhalb nur eines Jahrzehnts ausgestorben sein könnten. Das Elchsterben breitet sich über die südliche Grenze hinweg weltweit aus.

Populationen gehen stark zurück

Die Populationen nehmen auch in Schweden ab. Zu diesem Ergebnis ist eine Untersuchung von Ron Moen von der University of Minnesota Duluth http://d.umn.edu gekommen. Der Wissenschaftler präsentiert seine Forschungsergebnisse bei der derzeit stattfindenden Konferenz Moose Health 2013 in Uppsala http://bit.ly/1aftyPy .
Laut Moen ist das Elchsterben weiter verbreitet, als er zu Anfang seiner Arbeit angenommen hatte. Es existiere keine einzelne Ursache. In Minnesota würden viele Tiere an parasitären Würmern, an Leberegeln, sterben. In Wyoming hingegen scheine ein Wurm verantwortlich zu sein, der die Halsschlagadern der Elche blockiere. In New Hampshire könnten schwere Infektionen durch Zecken verantwortlich sein.

Wärmere Regionen speziell im Fokus

Dennis Murray von der Trent University http://trentu.ca bestätigt auch dass es sich um eine Vielzahl Ursachen handele. Diese seien sich aber durchaus  ähnlich. Dies lege die Vermutung nahe, dass die tieferen Ursachen im Klima begründet seinen. Murray vermutet, dass der Klimawandel für das Elchsterben verantwortlich ist. Elche haben sich an die große Kälte nördlicher Klimaregionen angepasst. Die Populationen im Norden Kanadas und im Süden Skandinaviens scheinen größtenteils gesund zu sein. Tiere, die südlicher leben, würden durch das wärmere Klima Probleme bekommen.
Wärmeres Klima verhindert die Bildung von Fettreserven, die den Tieren helfen, den Winter zu überleben. Stress durch Hitze könnte auch ihr Immunsystem schwächen und sie so anfälliger für Parasiten machen. Dieser Zusammenhang wurde bereits in Afrika bei Rindern festgestellt. Tatsächlich hat das Team um Murray ermittelt, dass die Elchpopulationen in Minnesota in Jahren mit wärmeren Sommern stärker zurückgehen.

Zusammenhang noch nicht nachgewiesen

Letztlich steht der Beweis für den Zusammenhang mit dem Klimawandel noch aus. Murray sieht jedoch ein Indiz auch darin, dass auch Luchse und Schneeschuhhasen in den südlichen Bereichen in ihrer Ausbreitung zurückgehen. In Zukunft könnte es deshalb zu drastischen Veränderungen der Tierpopulationen in den borealen Wäldern kommen.

Quelle: Pressetext.com

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