Verleihung durch den Bundespräsidenten

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Ursula Sladek (Foto: Netzkauf EWS eG)

Ursula Sladek, Vorstand der Netzkauf EWS eG und Mitbegründerin der Elektrizitätswerke Schönau (EWS), wird mit dem Deutschen Umweltpreis 2013 der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet. Nach der Katastrophe in Tschernobyl 1986 beschloss die fünffache Mutter Ursula Sladek gegen Atomkraft aktiv zu werden. Mit ihrem Mann gründete sie den „Eltern für atomfreie Zukunft e.V“. Durch eine großangelegte Kampagne mobilisierte sie zu tausenden Kleininvestitionen und Spenden von engagierten Bürgern für die Gründung der Netzkauf Schönau GbR und erwarb nach zehnjährigem Kampf das lokale Schönauer Stromnetz. Dies glich zu Zeiten regulierter Strommärkte einer Revolution.

EWS erster Ökostromanbieter Deutschlands

Die 1994 gegründete EWS wurde zum ersten Ökostromanbieter Deutschlands, der bis heute fast seine komplette Energie aus erneuerbaren Energien von unabhängigen Produzenten bezieht. Für ihr außerordentliches Engagement erhielt Frau Sladek viele Auszeichnungen, unter anderen den „Europäischer Solarpreis“ (2003) von EUROSOLAR, den Querdenker Award (2010), Kategorie Vordenker Goldman Environmental Prize (2011), der als der „Grüne Nobelpreis“ gilt.

Strom- und Gasnetze sollen in Bürgerhand

“Es ist mir eine wahre Freude und Ehre, gemeinsam mit der erfolgreichen Erfinderin, nimmermüden Vorkämpferin für ökologische Bauprodukte und engagierten Unternehmerin Carmen Hock-Heyl den diesjährigen Umweltpreis zu erhalten”, so Ursula Sladek. Das Preisgeld von 500.000 EUR wird unter den beiden Preisträgerinnen geteilt. Ihren Anteil möchte Ursula Sladek im Wesentlichen für den Ausbau dezentraler genossenschaftlicher Strukturen verwenden – damit Strom – und Gasnetze in Bürgerhand gelangen.

UnternehmensGrün e.V

UnternehmensGrün hatte sich als vorschlagsberechtigte Institution für eine Auszeichnung von Ursula Sladek ausgesprochen. Mit der Auswahl von Ursula Sladek folgt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt bereits das zweite Mal dem Vorschlag des Bundesverbandes der grünen Wirtschaft. Auch der inzwischen verstorbene Solarpionier Georg Salamoser, hatte den Deutschen Umweltpreis im Jahr 1998 auf Vorschlag von UnternehmensGrün erhalten.
UnternehmensGrün ist ein bundesweit arbeitender Zusammenschluss von Unternehmen, Selbständigen und leitend in der Wirtschaft Tätigen. Mit der Zielsetzung der Förderung des Umweltschutzes verstehen wir uns als „Lobbyverband“ zur Verwirklichung eines weitestgehenden Einklangs zwischen Wirtschaft und Umwelt. Mit der Verbandsarbeit verfolgen wir keine wirtschaftlichen Interessen. UnternehmensGrün ist gemeinnützig anerkannt (Förderung des Umweltschutzes).

Quelle: UnternehmensGrün, www.unternehmensgruen.org

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