VCD kritisiert Verteuerung

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2,5 Prozent im Fernverkehr, 2,9 Prozent im Nahverkehr – so steigen die Preise bei der Deutschen Bahn ab Dezember 2013. (Foto: Erich Westendarp / pixelio.de

Erneut kündigt die Deutsche Bahn AG an, ihre Fahrpreise zum Fahrplanwechsel im Dezember anzuheben. Um durchschnittlich 2,5 Prozent sollen die Fahrpreise im Fernverkehr ansteigen, im Nahverkehr sogar um 2,9 Prozent. Grund der Preisanpassung zum 15. Dezember 2013, gestiegene Personalkosten. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert diese zehnte Fahrpreiserhöhung innerhalb von elf Jahren. Denn trotz gestiegener Ticketpreise hat sich die Qualität des Angebotes aus Sicht des VCD nicht verbessert. Vor diesem Hintergrund sind erneute Fahrpreisanhebungen nicht verständlich.

Ziesak: Engpässe beseitigen

Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des VCD: „Im Fernverkehr der DB AG sind keine Qualitätsverbesserungen erkennbar, die eine Preisanhebung rechtfertigen, ganz im Gegenteil: die eingesetzten Züge sind alt, deren Anzahl ist nicht ausreichend. Bahnhöfe können vielerorts den wachsenden Verkehr kaum noch bewältigen und Anschlusszüge sind nicht imstande zu warten, weil es zu wenig Gleise in den Bahnhöfen gibt.“ Statt die Preise hochzuschrauben, sollte die Deutsche Bahn erst einmal bestehende Engpässe beseitigen.

„Unverschämt“

Auch die Anhebung um 2,9 Prozent im Nahverkehr der Deutschen Bahn hält der VCD für nicht angemessen, denn dieser Preissprung liegt weit über der aktuellen Inflationsrate von 1,6 Prozent. Heidi Tischmann, Referentin für Verkehrspolitik beim VCD: „Die Deutsche Bahn ist ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen und verzeichnet zudem steigende Fahrgastzahlen. Sie ist somit auf die jährliche Anhebung der Preise überhaupt nicht angewiesen.“
Ebenfalls ungerechtfertigt findet der VCD die Anhebung der Kosten für eine Platzreservierung um 50 Cent auf dann 4,50 Euro. „Tatsache ist“, so der VCD, „dass Fahrgäste immer häufiger auf überfüllte Abteile treffen, da die Zahl an verfügbaren Zügen zu gering ist. Diesen Mangel hat die DB AG selbst zu verantworten. Die Verknappung jetzt auszunutzen und die Reservierungskosten zu erhöhen ist unverschämt.“

Quelle: Pressemitteilung VCD

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