ÖKO-TEST: Schadstoffe statt Klebereiweiß

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Glutenfreie Produkte enthalten teilweise zu viele Schadstoffe. (Foto: ÖKO-TEST)

ÖKO-TEST hat in der aktuellen August-Ausgabe 20 glutenfreie Lebensmittel untersucht, darunter Mehl, Brot, Nudeln und Haferbrei. Die gute Nachricht ist, dass das Labor bei den Produkten Gluten gar nicht oder nur in Spuren gefunden hat. Die schlechte Nachricht ist aber, dass bei gut der Hälfte die Qualität verbesserungswürdig ist. Denn diese Produkte enthalten eine Vielzahl an Schadstoffen.

Zöliakie führt oft zu Nährstoffmangel

Rund ein Prozent der Bevölkerung ist von Zöliakie betroffen, sprich sie vertragen kein Gluten. Dieses ist auch als Klebereiweiß bekannt und steckt in Weizen, Roggen, Gerste und verwandten Getreidearten wie Dinkel, Grünkern und Emmer. Gluten hat zur Folge, dass sich die Darmzotten zurückbilden. Weil der Darm dadurch nicht mehr genügend Nährstoffe aufnehmen kann, entstehen im Laufe der Erkrankung Nährstoffdefizite. Betroffene leiden unter Durchfall, Blähungen, Schlaflosigkeit, Depressionen oder Eisenmangel.

Pestizide in einigen Lebensmitteln

Umso wichtiger ist es, dass das Angebot an glutenfreien Lebensmitteln steigt. Leider enttäuschen viele Produkte im ÖKO-TEST, weil sie mit gesundheitlich bedenklichen Schadstoffen belastet sind. So wies das Labor in allen reishaltigen Proben krebserregendes anorganisches Arsen nach. Auch in einem Haferbrei wurde der Schadstoff entdeckt, obwohl Hafer normalerweise kein Arsen anreichert. Darüber hinaus wurden in manchen Marken etwa das giftige Schwermetall Cadmium, bedenkliche Pestizide  ̶  darunter Glyphosat  ̶, Schimmelpilzgift, krebsverdächtiges Chlorpropham sowie Mineralölbestandteile gefunden.

Das ÖKO-TEST-Magazin August 2017 gibt es seit dem 27. Juli 2017 im Zeitschriftenhandel.

Quelle: Pressemitteilung Öko-Test

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