Milchkrise ist auch Ergebnis jahrelanger Überproduktion

Kuh

Die hohen Quoten in der Milchproduktion haben letztlich zum Preisverfall geführt. Deshalb könnte weniger mehr für die Bauern und das Vieh bedeuten (Foto: Anja Lusch).

Zu viel Milch bedeutet niedrige Preise. Letztlich ist die Optimierung der Milchproduktion für den Preisverfall verantwortlich. Deshalb sind grundlegend neue Konzepte gefragt. „Kurzfristige Finanzspritzen reichen nicht aus“, betont der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein anlässlich von Milchkrise und -Gipfel. „Politik und Berufsvertreter müssen gemeinsam mit den Bauern das System umbauen, so dass Landwirtschaft zukunftsfähig wird.“

Tiergesundheit in Gefahr

Wesentliche Anteile des Futters für die Überproduktion wachsen nicht auf heimischen Betrieben sondern auf den Sojafeldern Südamerikas. Zu viel Kraftfutter und eine Tierzucht, die nur auf Turboleistungen setzt, schaden der Tiergesundheit und verschärfen den Teufelskreis von Milchüberschüssen und Tiefstpreisen. „Da muss sich grundsätzlich etwas ändern“, so Löwenstein. „Wir müssen die Kuh von unseren eigenen Flächen und mit weniger Kraftfutter ernähren. Das nützt der Umwelt, den Tieren und den Bauern. Weniger Kraftfutter ist besser für Tiere und Umwelt und die Milchmenge wird gesenkt.“
Mit dem Diskussionsbeitrag „Weniger Milch, mehr Qualität, mehr Einkommen: Extensivierung als Schlüssel zur Lösung der Milchkrise“ legt der BÖLW einen konkreten Vorschlag für eine nachhaltige Lösung des Problems vor.

Quelle: Pressemitteilung Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW)

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