Greenpeace: Energiewende bremsen heißt Klimaversprechen verraten

Greenpeace activists have placed twenty two metres high wind turbines  at the entries of the German Federal Chancellery. German Chancellor Angela Merkel and the Minister Presidents of the federal states are discussing reform agenda of the Renewable Energy Act (EEG). The Federal Government plans to thwart the expansion of renewable energies. The banner reads:"Accelerate energy revolution. Keep your promise for the Climate!". Greenpeace Aktivisten protestieren gegen das von der Bundesregierung geplante Bremsen der Energiewende. Die Umweltschuetzer stellen 20 zwei Meter hohe Windraeder vor die Einfahrten des Bundeskanzleramtes. Das Banner lautet:" Energiewende beschleunigen! Klimaversprechen halten!".

Greenpeace Aktivisten protestieren gegen das von der Bundesregierung geplante Bremsen der Energiewende. Die Umweltschuetzer stellen 20 zwei Meter hohe Windraeder vor die Einfahrten des Bundeskanzleramtes. Das Banner lautet:” Energiewende beschleunigen! Klimaversprechen halten!”. (copyright:(c) Mike Schmidt/Greenpeace)

Gegen das von der Bundesregierung geplante Bremsen der Energiewende haben 50 Greenpeace-Aktivisten in Berlin protestiert. Die Umweltschützer haben 20 zwei Meter hohe Windräder vor die Einfahrten des Bundeskanzleramts gestellt, wo die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) um die Reform des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) gerungen haben. Die Aktivisten forderten auf einem Banner: „Energiewende beschleunigen. Klimaversprechen einhalten!“. Derzeit plant die Bundesregierung, den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit der EEG-Reform ab dem kommenden Jahr deutlich zu drosseln. „Die Regierung will den Motor der Energiewende, das EEG, abwürgen. Dabei bleibt der Klimaschutz auf der Strecke“, sagte Greenpeace Energieexperte Niklas Schinerl. „Wer die energiepolitische Irrfahrt der Bundesregierung heute unterstützt, verrät den Geist des Pariser Klimaabkommens. Die Ministerpräsidenten dürfen diesem Entwurf nicht zustimmen.“

Wird das Klimaziel verfehlt?

Mit dem geplanten neuen EEG verfehlt Deutschland sowohl seinen Beitrag zum international vereinbarten Klimaziel, die globale Erwärmung unter 2 Grad zu halten, als auch das in Paris angestrebte 1,5 Grad-Ziel. Vielmehr ist ein Ausbau von Windkraft und Sonnenenergie oberhalb des heutigen Niveaus nötig, um die Stromversorgung bis zum Jahr 2050 vollständig auf Erneuerbare umzustellen. Autoverkehr oder Wärmebereitstellung werden künftig verstärkt über Strom versorgt werden. Da Deutschland seinen Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren muss, kann der Strom dafür nur noch aus Erneuerbaren Energien kommen.

Kohle und Atom verstopfen die Stromnetze und verursachen Kosten

Der EEG-Entwurf will vor allem den Windzubau in Regionen mit vermeintlichen Netzengpässen beschneiden. Eine heute von Greenpeace veröffentlichte Studie entkräftet jedoch das Argument, zu viel Windstrom verstopfe die Netze und verursache dadurch Kosten. Das Fazit der Analyse: Kohle- und Atomkraftwerke passen sich mit kontinuierlich hohen Laufzeiten nicht dem Stromangebot an und sorgen damit für zusätzliche Kosten in Höhe von bis zu 160 Millionen Euro pro Jahr. „Für die Energiewende müssen Atom- und Kohlekraftwerke schneller vom Netz“, sagt Schinerl.
Auch die deutsche Bevölkerung wünscht sich einen raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien. 86 Prozent der Befragten sprechen sich nach einer Greenpeace-Umfrage für einen Ausbau der Erneuerbaren Energien mindestens auf heutigem Niveau aus.

Quelle: Pressemitteilung Greenpeace

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