ÖKO-TEST: Fleischlos oft belastet

ÖKO-TESTDer Verzicht auf Fleisch liegt im Trend. Und mittlerweile gibt es auch für Vegetarier und Veganer immer mehr Gerichte in den Supermarktregalen. Im ÖKO-TEST zeigte sich jedoch, dass diese Produkte häufig mit Schadstoffen belastet sind und geschmacksverstärkenden Hefeextrakt enthalten.
Insgesamt schneiden die fleischlosen Alternativen zwar gut ab. Doch eine Reihe von Lebensmitteln enthält Mineralölrückstände, die vermutlich aus Verpackungen stammen. Solche Übergänge sollen laut einem Gesetzesentwurf künftig minimiert werden. Das gilt besonders für aromatische Kohlenwasserstoffe, denn laut Bundesinstitut für Risikobewertung ist nicht auszuschließen, dass sich darunter auch Substanzen befinden, die schon in geringsten Mengen Krebs hervorrufen können.
Weil die verwendeten Ausgangsstoffe – Soja, Weizen oder Süßlupinen – von Natur aus recht fad schmecken, peppen viele Hersteller die Produkte mit Hefeextrakt und Aromen auf. Ein weiteres Problem ist der hohe Salzgehalt, den ÖKO-TEST ebenfalls kritisiert.

12 x sehr gut

In einem Bio-Produkt hat das beauftragte Labor gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen – ein weiterer Beleg dafür, dass ein Nebeneinander von gentechnikfreiem Soja und Gen-Soja nicht funktioniert.
Schließlich enthielten zwei Reisprodukte anorganisches Arsen, der Stoff ist als krebserregend eingestuft. Zwei Marken waren zudem verkeimt, in einer vegetarischen Bolognese wurden gammelige Tomaten mitverwendet.
26 verschieden Lebensmittel waren im Test – bis auf eine Ausnahme alles Bio-Produkte. Zwölf Marken bekamen die Bestnote „sehr gut“, vier waren „gut“.
Das ÖKO-TEST- Magazin Juni 2014 gibt es ab dem 30. Mai 2014 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

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